Europaschützenfest 2018 in Leudal/NL

Super Wetter, tolle Wettbewerbe, beste und friedvollste Stimmung!
15 Schützenschwestern und -brüder des BSV 1628 e.V. „Königreich Wandhofen“ reisten bereits Freitag mit ihrem Ex-Schützenkönig Frank Winter in Leudal zum Europaschützenfest an. Weitere 15 Mitglieder fuhren am Sonntag zusammen mit dem amtierenden Königspaar Helmut Paulokat und Bärbel Kohlhase zum Fest der Feste des Schützenwesens. Die Anreise erfolgte gemeinsam mit den Schützenbrüdern der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern. Beide Vereine verbindet seine einigen Jahre eine Freundschaft.

Organisiert wurde das diesjährigen Europa-Schützenfest in den Niederlanden vom 17.-19. August 2018 von fünf Schützenvereine aus der Gemeinde Leudal: St. Martinus aus Horn, St. Sebastianus aus Neer, St. Severinus aus Grathem, St. Aldegundis aus Buggenum und St. Petrus aus Roggel. Alle drei Jahre findet das Europa-Schützenfest statt, ein Treffen von Schützenvereinen, -bruderschaften und -gilden aus ganz Europa.

Bereits am Freitag begann das Fest mit einem Empfang im großen Festzelt.

Für die Schützen wurde es dann am Samstag ernst. Gesucht wurde ein neuer Europaprinz und ein neuer Europakönig. Mit dabei, Markus Salmen vom Schützenverein Schwerte-Ost und Frank Winter von den Königreich-Schützen aus Wandhofen. Aus den rund 700 Teilnehmern der Vorrunde kamen 70 Schützen in die Endrunde und damit in den engeren Kreis der Anwärter. Anders als hier im heimischen Raum üblich, musste nicht ein Holzvogel von der Stange geschossen, sondern eine aufgemalte Scheibe aus einer Holzplatte herausgelöst werden. Gereicht für die Endrunde hat es leider für keinen der 2 Schwerter Teilnehmer. Frank Winter scheiterte denkbar knapp, als 3 Schüsse nach seinem die Scheibe fiel. Trotzdem freuten sich die mitgereisten Schützenbrüder, denn dabei sein ist alles. Leo Niessen aus Linne (NL)  ist der neue Europa-Schützenkönig und Christopher Hofmann aus Leverkusen-Rheindorf ist der neue Europa-Schützenprinz.

Nach Angaben des Veranstalters waren mehr als 55.000 Besucher auf dem Europa-Schützenfest. Nach Polizeiangaben genossen am Sonntag rund 35.000 Menschen den großen Festumzug der 20.000 Schützen durch die kleine Stadt Neer. Rund 6 Stunden dauerte es, bis die letzten Teilnehmer wieder auf das Festgelände zurückkehrten. Die Strecke selber war in 3/4 Stunde zu bewältigen.
Die 3.400 Einwohner der Gemeinde stellten entlang der Zugstrecke Stühle und Tische vor ihre Häuser, bauten eigene Tribünen in den Vorgärten, heizten den Grill ein und versorgten auch die Festzugteilnehmer mit kühlem Wasser. Alle feierten bis in die Abendstunden ausgelassen das Finale des Europaschützenfestes.

„Dieses Europa-Schützenfest war eine Demonstration für ein gelebtes Miteinander verschiedenster Nationen und Kulturen!“ resümiert der 1. Vorsitzende Frank Kayser der Wandhofener Schützen zwei Tage nach dem Europa-Schützenfest und verwies in diesem Zusammenhang auf das zum 100sten Mal jährende Ende des Ersten Weltkriegs: „Heute feiern mehr als 10 Nationen friedlich ein Schützenfest und schließen Freundschaften. Für die Menschen vor 100 Jahren noch undenkbar. Diese Europa-Schützenfeste sind deshalb auch die Verpflichtung das friedliche Miteinander zu bewahren und die errungenen Werte an unsere Kinder und Enkel weiter zu geben. Die Schützentradition, wie wir sie heute leben, ist aktive Friedensarbeit für eine friedliche Zukunft der Menschen in Europa.“

Um dies zu würdigen und es nicht nur allen Schützen, sondern auch Menschen, die nicht zur Schützenfamilie gehören, ins Bewußtsein zu rücken, hat die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen eine Friedenserklärung verfaßt.

Mit ihr soll aus Anlass des Europaschützentreffens 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs mahnend an diese dunkle Zeit erinnert werden, aus der heraus wir in eine glückliche Friedenszeit gekommen sind, die es zu bewahren gilt.

Die Wandhofener Schützen freuen sich schon auf das 20. Europa-Schützenfest vom  20. – 22. August 2021 im belgischen Deinze. Bereits auf der Rückfahrt wurden beim BSV Wandhofen Pläne geschmiedet und dem Vorstand der Auftrag erteilt, so schnell wie möglich die notwendigen Informationen zusammen zu tragen. „Deinze 2021 – wir sind dabei“ klang es einstimmig im Bus.

 

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